Die Hoffnung auf das verheißene Land

Lies 1. Mose 49,29–50,21. Welche großen Hoffnungsthemen finden sich am Ende des 1. Buches Mose?

Der Schluss des 1. Buches Mose besteht aus drei Ereignissen, die mit Hoffnung gefüllt sind.

Erstens ist es die Hoffnung, dass Israel in das verheißene Land zurückkehren wird. Mose, der Autor des 1. Mosebuches, beschreibt Jakobs und Josefs Tod und Begräbnis als Ereignisse, die auf das verheißene Land hinweisen. Unmittelbar nach seinem Segen und seiner Prophezeiung über die „zwölf Stämme Israels“ (1 Mo 49,28) denkt Jakob an seinen Tod und beauftragt seine Söhne, ihn in Kanaan zu begraben, in der Höhle von Machpela, wo auch Sara begraben wurde (V. 29–31). Der Bericht, der den Leichenzug nach Kanaan beschreibt, wird zu einem Vorläufer des Auszugs aus Ägypten, der einige Jahrhunderte später stattfand.

Zweitens ist es die Hoffnung, dass Gott Böses in Gutes verwandeln wird. Nach Jakobs Tod und Begräbnis machen sich die Brüder Josefs Sorgen um ihre Zukunft. Sie haben Angst, dass Josef sich nun rächen wird. Sie kommen zu Josef und werfen sich vor ihm nieder, bereit, seine Diener zu werden (1 Mo 50,18) – ein Szenario, das an die prophetischen Träume Josefs erinnert. Josef beruhigt sie und sagt ihnen, sie sollten sich nicht fürchten (V. 19) – eine Formulierung, die sich auf die Zukunft bezieht (1 Mo 15,1); denn was sie „Böses gegen mich beabsichtigt“ hatten, hat Gott „beabsichtigt, es zum Guten zu wenden“ (1 Mo 50,20 EB) und den Lauf der Dinge zur Rettung verändert (V. 19–21; vgl. 1 Mo 45,5.7–9). Das heißt, Gottes Vorsehung wird trotz so vieler menschlicher Versäumnisse die Oberhand behalten.

Drittens ist es die Hoffnung, dass Gott die gefallene Menschheit retten wird. Die Geschichte von Josefs Tod in diesem letzten Vers des 1. Mosebuches umfasst mehr als nur Josefs Tod. Seltsamerweise befiehlt Josef nicht, dass seine Gebeine begraben werden sollen. Stattdessen weist er auf die Zeit hin, „wenn euch Gott heimsuchen wird, so nehmt meine Gebeine mit hinauf von hier“ (1 Mo 50,25), was sie Jahre später in direkter Befolgung dieser Worte taten (siehe 2 Mo 13,19). Letztendlich ist die Hoffnung auf das verheißene Land, Kanaan, ein Symbol, ein Vorläufer für die letztendliche Hoffnung auf Erlösung, auf Wiederherstellung, auf ein neues Jerusalem in einem neuen Himmel und einer neuen Erde – die letztendliche Hoffnung von uns allen, eine Hoffnung, die durch den Tod von Schilo gewiss wurde.

Lies Offenbarung 21,1–4. Inwiefern stellen diese Verse die großartigste Hoffnung dar, die wir haben? Welche Hoffnung haben wir ohne diese Verheißung, außer dem Tod als dem Ende all unserer Probleme?

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