Jakob segnet seine Söhne

Lies 1. Mose 49,1–28. Worin besteht die geistliche Bedeutung des Segens Jakobs für seine Söhne?

Jenseits der Prophezeiungen, die sich auf die unmittelbare Geschichte der Stämme Israels beziehen, sieht Jakob den Messias und die endgültige Hoffnung auf Errettung. Diese Hoffnung wird bereits in Jakobs Eingangsworten mit der Formulierung „in künftigen Zeiten“ (1 Mo 49,1) angedeutet, einem Fachausdruck, der sich auf das Kommen des messianischen Königs bezieht (Jes 2,2; Dan 10,14).

Der Text geht dann die zukünftige Abstammungslinie eines jeden dieser Männer durch. Das sind keine vorherbestimmten Schicksale, als ob Gott gewollt hätte, dass jeder von ihnen das erleben würde, was sie erleben mussten; vielmehr sind sie Ausdruck dessen, was ihr Charakter und der Charakter ihrer Kinder bewirken würden. Dass Gott zum Beispiel weiß, dass jemand einen Unschuldigen töten wird, ist etwas völlig anderes, als wenn Gott gewollt hätte, dass der Mörder es tut.

Lies 1. Mose 49,8–12. Welche Prophezeiung wird hier gegeben, und warum ist sie wichtig?

Über den freien Willen des Menschen hinaus kennt Gott die Zukunft, und er hatte vorgesehen, dass der Messias durch Juda kommen würde. Juda (١ Mo ٤٩,٨–١٢), der durch einen Löwen dargestellt wird (V. 9), verweist auf Königtum und Lob. Juda wird König David hervorbringen, aber auch Schilo, das heißt denjenigen, der Schalom, „Frieden“ (Jes 9,5–6), bringen wird, „dem gehört der Gehorsam der Völker“ (1 Mo 49,10 EB).

Die Juden haben dies schon lange als eine messianische Prophezeiung gesehen, die auf den kommenden Messias hinweist, und auch Christen haben diesen Text als Hinweis auf Jesus verstanden. „Ihm werden die Völker anhangen“ (V. 10), was vielleicht ein Vorläufer der neutestamentlichen Verheißung ist, dass „in dem Namen Jesu jedes Knie sich beugt“ (Phil 2,10 EB).

Ellen White schrieb: „Der Löwe, der König der Tiere, ist ein passendes Sinnbild für diesen Stamm. Aus ihm gingen hervor König David, aber auch der Sohn Davids, Schilo, der wahre ‚Löwe aus dem Stamm Juda‘ (Offenbarung 5,5), vor dem sich letztendlich alle Mächtigen verbeugen und dem alle Völker huldigen werden“ (WAB 217).

Warum sollten wir Jesus jetzt huldigen, noch bevor alle Nationen es tun werden?

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