Jakob segnet Josefs Söhne

Als Jakob dem Tod nah ist, erinnert er sich an seine frühere Rückkehr nach Bethel (1 Mo 35,1–15), als er von Gott die erneute Verheißung des „ewigen Besitz[es]“ (1 Mo 48,4 EB) erhielt, die Abraham gegeben wurde (1 Mo 17,8). Die Hoffnung auf das verheißene Land ist daher ein tröstlicher Gedanke, der seine Hoffnung nährt, als er den Tod nahen fühlt. Jakob wendet sich also den beiden Söhnen Josefs zu, die in Ägypten geboren wurden, und segnet sie, aber er tut dies im Kontext der künftigen Verheißung für seine eigenen Nachkommen.

Lies 1. Mose 48. Warum segnete Jakob hier die beiden Söhne Josefs und nicht seine anderen Enkel?

Josefs zwei Söhne, Manasse und Ephraim, sind die einzigen Enkel, die Jakob segnet. Sie werden damit vom Status der Enkel zum Status der Söhne erhoben (1 Mo 48,5). Obwohl Jakobs Segen eine Vorrangstellung des zweiten (Ephraim) vor dem ersten (Manasse) impliziert, bezieht sich sein Segen im Wesentlichen auf Josef (V. 15).

Was wir hier sehen, ist ein persönliches Zeugnis über Gottes Treue zu ihnen in der Vergangenheit und seine Verheißung für sie in der Zukunft. Jakob bezieht sich auf den Gott Abrahams und Isaaks (V. 15), der sie mit Nahrung und Schutz versorgt hatte. Es ist derselbe Gott, der „mich erlöst hat von allem Übel“ (V. 16). Jakob denkt auch an den „Gott von Bethel“ (1 Mo 31,13 EB), mit dem er gerungen hat (1 Mo 32,29) und der seinen Namen von Jakob in „Israel“ änderte (V. 26–29).

Indem er sich auf all diese Erfahrungen bezieht, bei denen Gott das Böse in Gutes verwandelte, bringt Jakob seine Hoffnung zum Ausdruck, dass Gott sich nicht nur um das gegenwärtige Leben seiner Enkel kümmern wird, so wie er es bei ihm und Josef getan hat, sondern er denkt auch an die Zukunft, wenn seine Nachkommen nach Kanaan zurückkehren werden. Diese Hoffnung wird aus seinem Verweis auf Sichem (1 Mo 48,22) deutlich, das nicht nur ein Stück Land ist, das er erworben hatte (1 Mo 33,19), sondern auch ein Ort, an dem Josefs Gebeine begraben werden (Jos 24,32) und an dem das Land an die Stämme Israels verteilt wird (V. 1). Selbst inmitten all dieser Geschehnisse behielt Jakob die Verheißungen Gottes im Auge, der sagte, dass durch diese Familie „alle Völker der Erde … gesegnet werden“ (1 Mo 12,3 NLB).

Lies Apostelgeschichte 3,25–26. Wie wurde laut Petrus diese Verheißung aus 1. Mose 12,3 erfüllt? Wie haben wir selbst diesen Segen erhalten?

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