Jakob reist zu Josef

Lies 1. Mose 46. Welche Bedeutung hat Jakobs Abreise aus Kanaan?

Als Jakob seinen Wohnort in Kanaan verlässt, ist er voller Hoffnung. Die Gewissheit, dass er nicht mehr hungern muss, und die gute Nachricht, dass Josef am Leben ist, müssen ihm den Schwung gegeben haben, den er brauchte, um das verheißene Land zu verlassen.

Jakobs Aufbruch erinnert an die Erfahrung Abrahams, auch wenn Abraham sich auf den Weg in das verheißene Land machte. Jakob hört die gleiche Verheißung, die Abraham von Gott hörte, nämlich dass er ihn „zum großen Volk machen“ will (1 Mo 46,3; vgl. 1 Mo 12,2). Gottes Ruf erinnert auch an Gottes Bund mit Abraham; in beiden Fällen benutzt Gott die gleichen beruhigenden Worte „Fürchte dich nicht“ (1 Mo 46,3; vgl. 1 Mo 15,1), die die Verheißung einer herrlichen Zukunft in sich tragen.

Die umfassende Aufzählung der Namen der Kinder Israels, die nach Ägypten zogen, einschließlich seiner Töchter (1 Mo 46,7), erinnert an Gottes Verheißung an Abraham, dass er fruchtbar sein würde – auch wenn er noch kinderlos war. Die Zahl Siebzig (einschließlich Jakob, Josef und dessen beide Söhne) drückt die Vorstellung von Gesamtheit aus. Es ist „ganz Israel“, das nach Ägypten geht. Es ist auch bezeichnend, dass die Zahl Siebzig der Zahl der Nationen entspricht (1 Mo 10), was darauf hindeutet, dass das Schicksal aller Nationen auch bei Jakobs Reise auf dem Spiel steht.

Diese Wahrheit wird erst viele Jahre später deutlich werden, nach dem Kreuz und der umfassenderen Offenbarung des Erlösungsplans, der natürlich für die ganze Menschheit überall gilt und nicht nur für die Kinder Abrahams.

Anders ausgedrückt: Wie interessant die Geschichten über diese Familie, die Nachkommen Abrahams, auch sein mögen und welche geistlichen Lehren wir aus ihnen ziehen können – diese Berichte stehen im Wort Gottes, weil sie Teil der Heilsgeschichte sind; sie sind Teil von Gottes Plan, so vielen wie möglich auf diesem gefallenen Planeten die Erlösung zu bringen.

„Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen. Denn ‚wer den Namen des Herrn anruft, wird selig werden‘“ (Röm 10,12–13). Was sagt Paulus hier, das die Allgemeingültigkeit des Evangeliums zeigt? Noch wichtiger: Was sagen uns diese Worte darüber, was wir als Gemeinde tun sollten, um das Evangelium zu verbreiten?

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