Durch ihn hat er das Universum geschaffen

Der Hebräerbrief bekräftigt, dass Gott die Welt „durch“ Jesus geschaffen hat und dass Jesus die Welt mit seinem mächtigen Wort erhält.

Lies Jesaja 44,24; 45,18 und Nehemia 9,6. Wie können wir die Aussagen Gottes im Alten Testament, dass er die Welt „allein“ erschuf und dass es „sonst … keinen Gott“ gibt (EB), mit den Aussagen im Neuen Testament in Einklang bringen, dass Gott das Universum „durch“ Jesus geschaffen hat (Hbr 1,2–3)?

Manche meinen, dass Jesus lediglich das Instrument war, durch das Gott geschaffen hat. Das ist nicht möglich. Erstens ist Jesus für Paulus der Herr, der die Welt erschaffen hat; er war kein Helfer. Hebräer 1,10 sagt, dass Jesus der Herr ist, der die Erde und den Himmel erschaffen hat, und Paulus wendet auf ihn auch das an, was Psalm 102,26–28 über den Herrn (Jahwe) als Schöpfer sagt. Zweitens sagt Hebräer 2,10, dass das Universum „durch“ den Vater geschaffen wurde. (Genau derselbe Ausdruck, der in Hebräer 1,2 auf Jesus angewandt wird.) Der Vater schuf und Jesus schuf (Hbr 1,2.10; 2,10). Es gibt eine vollkommene Übereinstimmung zwischen Vater und Sohn in Ziel und Handlungsweise. Dies ist Teil des Geheimnisses der Trinität. Jesus schuf und Gott schuf, aber es gibt nur einen Schöpfer, Gott – was impliziert, dass Jesus Gott ist.

Unterdessen zeigt Hebräer 4,13, dass Jesus auch Richter ist. Seine Autorität zu herrschen und zu urteilen leitet sich aus der Tatsache ab, dass Gott alle Dinge erschaffen hat und das Universum erhält (Jes 44,24–28).

In Hebräer 1,3 und Kolosser 1,17 wird bekräftigt, dass Jesus auch das Universum erhält. Diese erhaltende Tätigkeit beinhaltet vermutlich auch den Gedanken der Führung oder Leitung. Das griechische Wort pheron (erhalten, tragen) wird verwendet, um den Wind zu beschreiben, der ein Boot antreibt (Apg 27,15.17) oder Gott, der die Propheten führt (2 Ptr 1,21). Im wahrsten Sinne des Wortes hat Jesus uns also nicht nur geschaffen, sondern erhält uns auch. Jeder Atemzug, jeder Herzschlag, jeder Augenblick unseres Daseins findet sich in ihm, Jesus, dem Fundament aller geschaffenen Existenz.

Sieh dir Apostelgeschichte 17,28 an. Was sagt uns der Text über Jesus und seine Macht? Denke anschließend darüber nach, welche Folgen es hat, dass eben dieser Jesus am Kreuz für unsere Sünden starb. Was lehrt uns diese Wahrheit über den selbstverleugnenden Charakter unseres Herrn?

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