Gott hat zu uns durch seinen Sohn gesprochen

Lies Hebräer 1,1–4. Wie lautet der zentrale Gedanke dieser Verse?

Im griechischen Original ist Hebräer 1,1–4 nur ein Satz, und von seiner rhetorischen Kunstfertigkeit her gesehen betrachten ihn manche als den schönsten im ganzen Neuen Testament. Seine wichtigste Aussage lautet, dass Gott durch seinen Sohn Jesus zu uns gesprochen hat.

Aus Sicht der Juden im 1. Jahrhundert n. Chr. war das Wort Gottes lange Zeit nicht gehört worden. Die letzte Offenbarung, die im geschriebenen Wort Gottes zum Ausdruck kam, war vier Jahrhunderte zuvor durch den Propheten Maleachi und den Dienst von Esra und Nehemia erfolgt. Aber jetzt sprach Gott durch Jesus wieder zu ihnen.

Die Offenbarung Gottes durch Jesus war jedoch der Offenbarung, die Gott durch die Propheten gegeben hatte, überlegen, weil Jesus ein besseres Instrument der Offenbarung ist. Er ist Gott selbst, der Himmel und Erde geschaffen hat und das Universum regiert. Für Paulus stand die Gottheit Christi nie infrage. Er zweifelte nicht daran.

Für Paulus war auch das Alte Testament das Wort Gottes. Derselbe Gott, der in der Vergangenheit sprach, spricht auch in der Gegenwart. Das Alte Testament vermittelte eine wirkliche Kenntnis von Gottes Willen.

Aber erst als der Sohn auf die Erde kam, war es möglich, seine Bedeutung umfassender zu verstehen. Nach Ansicht des Autors lieferte die Offenbarung des Vaters im Sohn den Schlüssel zum Verständnis der ganzen Tiefe des Alten Testaments, so wie das Bild auf der Schachtel eines Puzzles den Schlüssel dazu liefert, dass man für jedes seiner Teile den richtigen Platz findet. Jesus brachte sehr viel vom Alten Testament ans Licht.

Inzwischen wurde Jesus unser Stellvertreter und Erlöser. Er wird unseren Platz im Kampf einnehmen und die Schlange besiegen. In diesem Sinne ist Jesus im Hebräerbrief der „Anfänger“ oder „Urheber“ (EB) und „Vorläufer“ der Gläubigen (Hbr 2,10; 6,20). Er kämpft für uns und vertritt uns. Das bedeutet auch, dass Gott der Vater das, was er für Jesus, unseren Stellvertreter, getan hat, auch für uns tun will. Er, der Jesus zu seiner Rechten erhöht hat, will auch, dass wir mit Jesus auf seinem Thron sitzen (Offb 3,21). Gottes Botschaft an uns in Jesus umfasst nicht nur, was Jesus sagte, sondern auch, was der Vater alles zu unserem zeitlichen und ewigen Nutzen durch ihn und an ihm tat.

Denke darüber nach, was es bedeutet, dass Jesus – Gott – auf diese Erde gekommen ist. Warum sollte uns diese Wahrheit sehr viel Hoffnung schenken?

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