Mit Gott erlebt

Das Erbe meiner Mutter

Park Yeon-sook

Als meine Mutter mit Gallenblasenkrebs im Sterben lag, sagte sie zu mir: „Du musst in die Gemeinde gehen!“ Meine Mutter hatte mich schon als kleines Mädchen jeden Sabbat in die Gemeinde mitgenommen, aber ich hatte aufgehört, in den Gottesdienst zu gehen, als ich mein Geschäft in Hanam, einem Vorort von Südkoreas Hauptstadt Seoul, eröffnete. Mutters Worte machten mir zu schaffen, da ich mich bemühte, sowohl zu arbeiten als auch meinen Sohn, meine Tochter und drei Neffen großzuziehen. Mir wurde klar, dass ich es allein nicht schaffen konnte, und kehrte zu Jesus zurück.

Als meine Liebe zu Jesus wuchs, weckte er in mir den Wunsch, mich um bedürftige Nachbarn zu kümmern. Ein Verwandter machte mich mit Hong Soon-mi bekannt. Ein Jahr nachdem wir uns kennengelernt hatten, wurde bei Soon-mis Ehemann Knochenmarkskrebs diagnostiziert. Als ich erfuhr, dass er sich eine Operation nicht leisten konnte, stellte ich eine Spendenbox auf der Straße vor meinem Geschäft auf. Viele Leute machten sich über mich lustig und sagten: „Warum sammelst du Geld für jemanden, mit dem du nicht verwandt bist?“ Aber ich ließ die Spendenbox stehen.

An Soon-mis Geburtstag schenkte ich ihr einen 20-Kilo-Sack Reis. „Nimm dieses Geschenk von meinem Laden“, sagte ich. Später erzählte sie mir, dass ihre ganze Familie weinte, als sie das Geschenk sah.

Soon-mi kam nicht sofort in die Gemeinde. Aber sie las die adventistischen Zeitschriften, die ich ihr gab, und lernte so, dass Siebenten-Tags-Adventisten Jesus und die Menschen lieben. Ich übertrug Soon-mi die Leitung meines Geschäftes und versorgte sie etwa zwei Jahre lang mit einem Gehalt und dem Nötigsten wie Obst und Reis. Danach machte ich sie zur Leiterin eines kleinen Restaurants, das mir gehörte. Ein Jahr, nachdem sie die Restaurantleitung übernommen hatte, fragte sie: „Warum lädst du mich nicht in die Gemeinde ein?“

„Warum?“, antwortete ich. „Du weißt doch, dass du willkommen bist.“ „Dann werde ich hingehen“, sagte sie.

Nach sechs Jahren Freundschaft besuchte Soon-mi zum ersten Mal die Adventgemeinde in West-Hanam. Nach drei Jahren wurde sie Diakonin, und später wurden ihr Mann und ihr Sohn getauft.

Als ich mein Geschäft damals eröffnete, war ich die einzige Adventistin in der Nachbarschaft. Jetzt sind sieben Händler Adventisten. Die Adventgemeinde hat einen guten Ruf in der Gegend. Ich danke meiner Mutter, dass sie mir dieses Glaubenserbe mitgegeben hat, und ich gebe Gott alle Ehre, dass er adventistische Kaufleute wie mich zu seinem Wohl gebraucht.

Diese Missionsgeschichte veranschaulicht Missionsziel Nr. 1 des strategischen Plans „Ich will gehen“ [I will go] der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten: „Das Konzept der weltweiten Mission und des Opfers für die Mission als Lebensweise wiederbeleben, die nicht nur Pastoren, sondern jedes Kirchenmitglied einbezieht.“ Weitere Informationen findet ihr unter IWillGo2020.org. In diesem Quartal wird eure Spende am dreizehnten Sabbat zwei Missionsprojekte in Südkorea unterstützen.

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