Weiterführendes Studium

So versucht ein Gelehrter, die schwierigen Fragen darüber zu beantworten, was die Israeliten einigen dieser Völker antaten:

„Als Schöpfer aller Dinge und aller Menschen und als Souverän über alles kann Gott mit jedem tun, was er will, und dabei richtig handeln …

Die Wege Gottes sind ein Mysterium. Da wir ihn nie ganz verstehen werden, können wir uns auch mit den Fragen im Kopf entspannen. Jesaja 55,8–9 bietet etwas Trost.

Nach dem biblischen Bild über die Kanaaniter waren diese Menschen äußerst böse, und ihre Auslöschung stellte Gottes Gericht für ihre Sünde dar. Die Vernichtung der Kanaaniter war weder das erste noch das letzte Mal, dass Gott so handelt. Die Unterschiede zwischen dem Schicksal der Kanaaniter und dem Schicksal der Menschheit (mit Ausnahme der Familie Noahs), wie es in 1. Mose 6–9 beschrieben wird, betreffen Ausmaß und Vorgehensweise …

Gott hat nie beabsichtigt, dass die Israeliten die Politik des herem [der totalen Zerstörung] als allgemeine Politik gegenüber Außenstehenden betreiben. 5. Mose 7,1 nennt ausdrücklich die Zielvölker und grenzt sie dadurch ab. Die Israeliten sollten diese Politik nicht gegenüber Aramäern oder Edomitern oder Ägyptern oder sonst jemandem verfolgen (vgl. 5 Mo 20,10–18) …

Die Kanaaniter erlitten ein Schicksal, dem letztendlich alle Sünder gegenüberstehen: dem Gericht Gottes …

Die Eliminierung der Kanaaniter durch Gott war ein notwendiger Schritt in der Heilsgeschichte …

Obwohl die Kanaaniter als Ganzes Zielscheibe von Gottes Gericht waren, waren sie mindestens 40 Jahre lang vorgewarnt (siehe das Bekenntnis Rahabs in Jos 2,8–11).“ (Daniel I. Block, The NIV Application Commentary: Deuteronomy, Grand Rapids, Michigan 2012, S. 98–99)

Fragen für ein Gespräch

1. Denkt über unser Verständnis des Millenniums nach, in dem wir 1000 Jahre Zeit haben werden, um alle unsere Fragen beantwortet zu bekommen. Wie kann uns dieses Verständnis dabei helfen zu lernen, auf Gott zu vertrauen, und das trotz aller schwierigen Fragen, die wir jetzt haben?

2. Welches sind einige der Wege, die Gott euch in der Vergangenheit geführt hat? Inwiefern kann euch das helfen zu lernen, ihm in Bezug auf die Zukunft zu vertrauen? Warum ist es wichtig, nicht zu vergessen, wie Gott in unserem Leben gewirkt hat?

3. Beschäftigt euch mit der Frage am Ende des Sonntagsabschnitts über Moses Bereitschaft, seine eigene Seele um seines Volkes willen zu verlieren. Ist das die richtige Einstellung? Was – wenn überhaupt – wäre es wert, seine Seele zu verlieren, vor allem wenn man bedenkt, was es gekostet hat, sie zu erlösen?

Sabbatanfang: 18.42 Uhr Kassel / 18.19 Uhr Wien

02/10/2021

Moses Geschichtsstunde

03/10/2021

Moses Dienst

04/10/2021

Erfüllte Prophezeiung

05/10/2021

Tausendmal mehr

06/10/2021

Kadesch-Barnea

07/10/2021

Der Frevel der Amoriter

08/10/2021

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