Jesus als Lehrer

Die Bibel verwendet viele Begriffe, um Jesus zu beschreiben. Er ist der Sohn Gottes, der Messias, der Menschensohn, der Retter, der Erlöser, der Herr, das Lamm Gottes, um nur einige zu nennen. Aber für diejenigen, die ihn während seines über dreijährigen öffentlichen Dienstes in Judäa und Galiläa am besten kannten, war er Lehrer. Sie nannten ihn Meister oder Rabbi. Beide Wörter bedeuten dasselbe, nämlich Lehrer.

Daher müssen der Lehrberuf und das Lehren für Jesus eine besonders geeignete Möglichkeit gewesen sein, um seinen öffentlichen Dienst auszuüben. Irgendwie ist sein Erlösungswerk dem Werk des Lehrens ähnlich. Außerdem wurde es vom Evangelisten-Propheten vorhergesagt.

Lies Jesaja 11,1–9. Was offenbart der Text über Jesu Rolle als Lehrer?

Eine der verblüffendsten messianischen Prophezeiungen in der Heiligen Schrift findet sich in Jesaja 11. Die Verse 1–3 stellen den kommenden Messias in pädagogischer Hinsicht dar, als jemanden, der Wissen, Rat, Weisheit und Verstehen bringt. Der ganze Abschnitt schließt mit dieser bemerkenswerten Verheißung: „Das Land ist voll Erkenntnis des HERRN, wie Wasser das Meer bedeckt.“ (Jes 11,9) Vielleicht waren es solche Lehren in der Bibel, die Ellen White in ihrem Buch über Erziehung dazu inspirierten festzustellen, dass das Werk der Erziehung und das Werk der Erlösung eins sind (siehe E 28).

Lies Johannes 3,1–3. Nikodemus sprach Jesus mit „Rabbi“ an und stellte außerdem fest, dass Jesu Gabe der Lehre von Gott kommt, einfach wegen der Zeichen, die Jesus vollbracht hatte – nämlich seine Wunder und seine Einsichten in den Sinn des Lebens. Jesus akzeptierte, wenn nicht den ihm verliehenen Titel, dann sicherlich den Ursprung seiner Lehrgaben, als er Nikodemus antwortete, dass dieser wiedergeboren werden müsse, um das Reich Gottes zu sehen (zu verstehen wie auch hineinzugelangen). Das bedeutet, dass die Autorität, andere zu lehren, selbst bei Jesus von Gott kommt.

Lehren ist sicherlich eine Gabe Gottes. Sie ist von Gott in Auftrag gegeben, sie wurde von Jesus angenommen und sie wurde von denen, die gelehrt wurden, als mit göttlicher Autorität ausgestattet anerkannt.

Was ist unsere Aufgabe, wenn wir sehen, wie sich die Erfüllung dieser Prophezeiung über die Erkenntnis Gottes in der ganzen Welt verbreitet?

Zusätzliche Lektüre: Ausgewählte Zitate von Ellen G. White

“Auch das Werk, das der Erlöser auf Erden vollbringen sollte, war schon genauestens beschrieben worden: „Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn. Und Wohlgefallen wird er haben an der Furcht des Herrn.“ Jesaja 11,2.3. Der Gesalbte war gesandt, „den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, daß sie frei und ledig sein sollen; zu verkündigen ein gnädiges Jahr des Herrn und einen Tag der Vergeltung unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden, zu schaffen den Trauernden zu Zion, daß ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauerkleid, Lobgesang statt eines betrübten Geistes gegeben werden, daß sie genannt werden ‚Bäume der Gerechtigkeit‘, ‚Pflanzung des Herrn‘, ihm zum Preise.“ Jesaja 61,1-3. {WA 223.3}

“Er verurteilte ebenso den Stolz, der sich in der Vorliebe für die Anrede „Rabbi“ oder „Herr“ äußerte. Solch ein Titel, so sagte er, komme Menschen nicht zu, sondern nur Christus. Priester, Schriftgelehrte und Oberste, Ausleger und Treuhänder des Gesetzes, sie alle seien Brüder, Kinder eines Vaters. Jesus verlangte von den Leuten nachdrücklich, daß sie keinem Menschen einen Ehrentitel verleihen sollten, der anzeigen könnte, sein Träger dürfe ihr Gewissen oder ihren Glauben beherrschen. {LJ 607.1}

Lebte Christus heute auf Erden, umgeben von Menschen, die den Titel Ehrwürden oder Hochwürden trügen, wiederholte er bestimmt das Wort: „Ihr sollt euch nicht lassen Lehrer nennen; denn einer ist euer Lehrer, Christus.“ Matthäus 23,5-10. {LJ 607.2}

Der Heiland fuhr fort: „Der Größte unter euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.“ Matthäus 23,11.12. Christus wurde nicht müde zu lehren, daß wahre Größe an sittlichen Maßstäben gemessen werden muß. In der Beurteilung des Himmels besteht charakterliche Größe darin, zum Wohle der Mitmenschen zu leben und Taten der Liebe und Barmherzigkeit zu vollbringen. Christus, der König der Herrlichkeit, war selbst ein Diener des gefallen Menschen. {LJ 607.3}

Der Herr kennzeichnete den Unterschied zwischen einem wahrhaftigen Lehrer und einem Betrüger mit folgenden Worten: „Wer von sich selbst redet, der sucht seine eigne Ehre; wer aber sucht die Ehre des, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und ist keine Ungerechtigkeit an ihm.“ Johannes 7,18. Wer seine eigene Ehre sucht, spricht von sich selbst; der Geist der Selbstsucht verrät seinen Ursprung. Christus suchte die Ehre Gottes; er sprach des Vaters Worte — das war seine Vollmacht als Lehrer der Wahrheit. {LJ 449.1}

Content © 2020 General Conference of Seventh-day Adventists®. All rights reserved. No part of the Adult Sabbath School Bible Study Guide may be edited, altered, modified, adapted, translated, re-produced, or published by any person or entity without prior written authorization from the General Conference of Seventh-day Adventists®. The division offices of the General Conference of Seventh-day Adventists® are authorized to arrange for translation of the Adult Sabbath School Bible Study Guide, under specific guidelines. Copyright of such translations and their publication shall remain with the General Conference.

14/11/2020

Erziehung und Erlösung

15/11/2020

Im Bild Gottes

16/11/2020

Jesus als Lehrer

17/11/2020

Mose und die Propheten

18/11/2020

Kluge Männer und Frauen

19/11/2020

Erziehung in der frühen Kirche

20/11/2020

Weiterführendes Studium