Mit Gott erlebt

Ein Wunder auf einer Straße in Indien

Daisy Jung

Mein Mann und ich fuhren in die Stadt, um Materialien für die Kapelle zu kaufen, die wir in einem Dorf in Indien bauen wollten. Wir brauchten auch Vorräte für die freiwilligen Studenten, die uns halfen, das Evangelium in der Gegend zu verbreiten. Mein Mann kaufte elektrische Geräte für das Bauprojekt, ich trieb 15 Gitarren für die Freiwilligen und 100 Schulhefte für ihre Klassen auf, die sie unterrichteten. Es war 21 Uhr, als wir uns auf die dreistündige Rückfahrt machten. Mein Mann fuhr, wir unterhielten uns und hörten Musik.

Etwa eine halbe Stunde vor der Ankunft zu Hause erschreckte uns ein seltsames Geräusch. Dadadadada. Peng! Der Lärm war ziemlich laut. Unsicher, was passiert war, hielt mein Mann das Auto an und stieg aus, um nachzusehen. Ein Reifen war platt.

Wir schauten uns an und lachten eine Zeit lang laut. Mein Mann fragte: „Wie oft hatten wir schon einen Platten?“ „Lass mich mal zählen“, antwortete ich. „Wenn ich das Fahrrad mitrechne, dann muss es schon … viele, viele Male passiert sein. Unser Leben ist wirklich nicht langweilig.“

Wir hatten keinen Ersatzreifen dabei. Mitten in der Nacht auf dem Land gestrandet, riefen wir Pastor Abishek an und baten um Hilfe. Im Auto spielte leise Musik, während wir auf den Pastor warteten. Die Klimaanlage funktionierte nicht, und wir kamen bald ins Schwitzen.

Plötzlich zuckte ein Blitz über den dunklen Himmel und es donnerte. Regen tropfte auf die Scheiben. „Schatz“, sagte ich, „diese Situation ist nicht toll, aber irgendwie lustig. Das Leben hier in Indien ist wirklich nicht langweilig.“

Nach einiger Zeit kam Pastor Abishek, um uns abzuholen. Wir luden die 15 Gitarren, die 100 Schulhefte und die elektrische Ausrüstung in seinen kleinen Lastwagen um. Auf der Heimfahrt überraschte uns der Pastor: „Als ihr mich angerufen habt, war mein Handy auf stumm geschaltet. Sogar die Vibrationsfunktion war aus, damit ich schlafen konnte. Ich weiß nicht, warum ich um Mitternacht aufgewacht bin und genau in dem Moment, als ihr angerufen habt, auf mein Handy geschaut habe. Normalerweise schlafe ich die ganze Nacht durch.“

Wir waren ergriffen. Gott hatte den Pastor mitten in der Nacht geweckt und ihn angeregt, auf sein Telefon zu schauen. Gott wusste, dass zwei seiner Kinder sich nach ihrem Zuhause sehnten.

Inzwischen regnete es heftig. Blitze erhellten die Straße, und der Donner grollte. Aber wir waren glücklich, denn wir fuhren nach Hause. Ich danke dir, Herr! Ich danke dir, Engel Abishek!

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31/10/2020

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