Ein Schüler, der versteht

Jesus und seine Anhänger hatten sich nach Jerusalem gewandt. So wie Herodes wegen Johannes dem Täufer beunruhigt gewesen war, waren es nun die Behörden, einschließlich Herodes, wegen Jesus. Zu seinen Anhängern gehörten Arme und andere benachteiligte Menschen, die verzweifelt auf Veränderung hofften.

Jesus wollte mehr als alles andere der Welt Hoffnung bringen. Aber er war sich inzwischen sicher, dass diejenigen mit der größten Macht und den größten Privilegien alles in ihrer Macht Stehende tun würden, um diese Mission zunichtezumachen. Sie wollten nicht, dass er erfolgreich war.

Der innere Kreis der Schüler Jesu, die zwölf Jünger, schien begierig darauf, an der Seite von Jesus zu sein. Aber gleichzeitig wirkten sie ratlos – oder blind. Zum Beispiel fordert der Meisterlehrer in Markus 8,31–33 seine Schüler auf, Dinge zu sehen, die für sie schwer zu erkennen sind. Das heißt, in vielerlei Hinsicht waren sie noch immer geistig blind für das, was wirklich wichtig war (siehe Mk 8,37).

All dies ist der Hintergrund für die Begegnung Jesu mit jemandem, der sieht.

Lies den Bericht über Jesus und die Heilung von Bartimäus, einem blinden Bettler. (Siehe Mk 10,46–52.) Beachte, wie viel Mitgefühl Jesus zeigt. Denke nun darüber nach, wie der Wunsch des Blinden zu sehen zu seiner Entscheidung führt, Jesus auf dem Weg oder der Straße nach Jerusalem zu folgen. Denkst du, Markus veranschaulichte eventuell den Unterschied zwischen Bartimäus und den anderen Jüngern? Inwiefern wirft dieser Bericht ein Licht auf das, was es für dich bedeutet, auf den Meisterlehrer zu reagieren?

Bartimäus wollte die Locken im Haar eines Babys und die Farbe des Weizens bei der Ernte sehen. Aber Sehen beinhaltet mehr als lediglich das Physische. Anders ausgedrückt: In dieser Geschichte geht es um spirituelles Sehen. Es geht darum, es zu verstehen – darum, um was es dem Meisterlehrer wirklich geht. Körperliches Sehen ist eine Sache. Es ist eine wichtige Sache, und Jesus weiß das. Aber Jesus weiß auch, dass sich jeder Mensch zutiefst nach einem neuen und besseren Leben sehnt.

Lies Hebräer 5,12–14. Was lernen wir hier über wahre Bildung?

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31/10/2020

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