Jesus, der Meisterlehrer

Lies für das Studium dieser Woche

Hebräer 1,1–4; 2. Korinther 4,1–6; Johannes 1,14.18; 14,1–14; Philipper 2,1–11; 2. Korinther 5,16–21

Merktext

Denn Gott, der da sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass die Erleuchtung entstünde zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi. (2 Kor 4,6)

Billy Graham erzählt die Geschichte, wie er Soldaten in Gegenwart ihres Generals in einem Feldlazarett besuchte. Ein junger Soldat „war so schlimm zugerichtet, dass er mit dem Gesicht nach unten auf einer Vorrichtung aus Leinentuch und einer Stahlkonstruktion lag“. Ein Arzt flüsterte Graham zu: „Ich bezweifle, dass er jemals wieder laufen wird.“ Der Soldat hatte eine Bitte an den General: „Sir … ich habe für Sie gekämpft, aber ich habe Sie nie gesehen. Darf ich Ihr Gesicht sehen?“ Der General legte sich auf den Boden, rutschte unter die Leinentuch- und Stahlvorrichtung und sprach mit dem Soldaten. Graham sah, wie eine Träne vom Soldaten auf die Wange des Generals fiel.

Zum Zeitpunkt der Geburt Jesu lag die Menschheit schlimm zugerichtet und blutend da und brauchte eine heilende Vision von Gott. Es war, als flehte die Menschheit darum: „O Gott, könnten wir dein Gesicht sehen?“ Als der Vater seinen Sohn auf diesen Planeten sandte, sandte er den Meisterlehrer auf eine Mission: der Menschheit sein Gesicht zu zeigen. Seitdem haben wir das wunderbare Privileg, die „Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi“ zu sehen (2 Kor 4,6).

Was können wir vom Meisterlehrer lernen, wenn wir seinen Weg auf der Erde verfolgen?

* Studiere diese Lektion zur Vorbereitung auf Sabbat, den 31. Oktober.

Zusätzliche Lektüre: Ausgewählte Zitate von Ellen G. White

“Von Ewigkeit an war der Herr Jesus eins mit dem Vater. Er war „das Ebenbild Gottes“ (2.Korinther 4,4), das Ebenbild seiner Größe und Majestät, „der Abglanz seiner Herrlichkeit“. Hebräer 1,3. Er kam auf die Erde, um diese Herrlichkeit zu bezeugen, in diese sündendunkle Welt, um das Licht der Liebe Gottes zu offenbaren — um „Gott mit uns“ zu sein. Deshalb auch wurde von ihm geweissagt: „Sie werden seinen Namen Immanuel heißen.“ Matthäus 1,23. {LJ 9.2}

Durch sein Leben mitten unter uns sollte Jesus das Wesen Gottes den Menschen und den Engeln kundtun. Er war das Wort Gottes, durch ihn wurden Gottes Gedanken vernehmbar gemacht. In seinem hohepriesterlichen Gebet sagt Jesus: „Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan (barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue) …, damit die Liebe, mit der du mich liebst, sei in ihnen und ich in ihnen.“ Johannes 17,26; 2.Mose 34,6. Doch diese Offenbarung wurde nicht nur seinen erdgeborenen Kindern geschenkt, vielmehr ist unsere kleine Welt zugleich das Lehrbuch für das Weltall. Gottes wunderbares Gnadenziel, das Geheimnis seiner erlösenden Liebe ist das Thema, das „auch die Engel gelüstet zu schauen“ (1.Petrus 1,12), und sie werden sich damit die ganze Ewigkeit hindurch beschäftigen. {LJ 9.3}”

In allem, was er tat, wirkte Jesus mit seinem Vater zusammen. Stets war er darauf bedacht, deutlich zu machen, daß sein Wirken nicht unabhängig von Gott geschah, sondern daß er seine Wunder wirkte durch Glauben und Gebet. Er wünschte, daß alle seine Verbindung mit seinem Vater kennen sollten. „Vater“, sprach er, „ich danke dir, daß du mich erhört hast. Ich wußte wohl, daß du mich allezeit hörst; aber um des Volks willen, das umhersteht, habe ich geredet, damit sie glauben, daß du mich gesandt hast.“ Johannes 11,41.42. Mit diesen Worten wurde den Jüngern und dem Volk der überzeugendste Beweis der engen Verbindung zwischen Christus und Gott gegeben. Ihnen wurde gezeigt, daß Christi Anspruch kein Betrug war. {LJ 527.4}

Das Amt des teuren Gottessohnes, das Geschöpf mit dem Schöpfer, das Endliche mit dem Unendlichen in seiner eigenen göttlichen Person zu verbinden, ist ein Gegenstand, der unsre Gedanken auf Lebenszeit beschäftigen kann. Jesu Aufgabe bestand darin, die Bewohner andrer Welten in ihrer Unschuld und Ergebenheit zu bestärken und die Verlorenen und Gefährdeten dieser Welt zu retten. Er bereitete den Ungehorsamen den Weg zur Rückkehr zur Untertanenpflicht Gott gegenüber und errichtete einen Schutzwall um die Gerechten, damit sie nicht unrein werden könnten. {RJ 160.3}

“Christus nahm Menschengestalt an und kam, um eins zu sein mit der Menschheit und zur selben Zeit unseren himmlischen Vater sündigen menschlichen Wesen zu offenbaren. Nur er, der von Anfang an mit dem Vater zusammen gewesen war, der das Ebenbild des unsichtbaren Gottes war, war imstande, den Charakter der Gottheit der Menschheit zu offenbaren. Er wurde in allen Dingen seinen Brüdern gleich, er wurde, Fleisch, wie wir es sind. Er wurde hungrig, durstig und müde, er wurde durch Nahrung erhalten und durch Schlaf erquickt. Er teilte das Los der Menschheit und doch war er der fleckenlose Sohn Gottes. Er war ein Fremdling und Pilger auf der Erde — in der Welt, aber nicht von der Welt; versucht und geprüft, wie Männer und Frauen heutzutage versucht und geprüft werden, aber doch führte er ein sündenfreies Leben. Zart, mitleidsvoll, teilnehmend, stets für andere bedacht, stellte er den Charakter Gottes dar und war allezeit von dem Dienst für Gott und Menschen in Anspruch genommen. {FA 428.2}

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