Die Frage von Leibniz

Vor vielen Jahren stellte der deutsche Denker und Autor Gottfried Wilhelm Leibniz die möglicherweise grundlegendste und fundamentalste Frage, die möglich ist: „Warum ist etwas und nicht nichts?“

Wie beantworten die folgenden Verse Leibniz’ Frage? 1. Mose 1,1; Johannes 1,1–4; 2. Mose 20,8–11; Offenbarung 14,6–7; Hiob 12,7–10

Es ist faszinierend, wie die Existenz Gottes in der Bibel einfach vorausgesetzt wird. 1. Mose 1,1 beginnt nicht mit einer Reihe von logischen Argumenten (obwohl viele existieren) für die Existenz Gottes. Der Text geht einfach von seiner Existenz aus (siehe auch 2. Mose 3,13–14), und von diesem Ausgangspunkt aus entfalten sich Gott als Schöpfer, die Bibel und die ganze Wahrheit, die auf ihren Seiten offenbart wird.

Die Schöpfungslehre ist auch für jede christliche Erziehung grundlegend. Alles, was wir als Christen glauben, basiert auf der Lehre der Schöpfung in sechs Tagen. Die Bibel beginnt nicht mit einer Aussage über Versöhnung, das Gesetz, das Kreuz, die Auferstehung oder die Wiederkunft.

Nein, sie beginnt mit einer Aussage über Gott als Schöpfer, denn keine dieser anderen Lehren hat Sinn ohne die Realität Gottes als unser Schöpfer.

Daher – nochmals – muss eine biblische Weltanschauung die Bedeutung der Schöpfungslehre betonen. Auch diese Betonung ist sehr wichtig, denn die Lehre hat im Namen der Wissenschaft einen Frontalangriff erfahren. Evolution – Milliarden von Jahren, in denen sich das Leben durch Zufall langsam nach dem Prinzip „zwei Schritte vor und einen zurück“ entwickelt – hat den Glauben an die Bibel bei Millionen Menschen praktisch zerstört. Es ist kaum eine Lehre vorstellbar, die sich stärker gegen die Bibel und den christlichen Glauben im Allgemeinen richtet als die Evolution. Deshalb ist der Gedanke, dass Evolution irgendwie mit der biblischen Lehre in Einklang gebracht werden könne, noch schlimmer als die atheistische Evolution. Das ist nicht möglich, nicht ohne die Bibel und den christlichen Glauben als Ganzes zu verspotten.

Gott bittet uns, jede Woche ein Siebtel unseres Lebens damit zu verbringen, uns an die Sechs-Tage-Schöpfung zu erinnern – etwas, worum er bei keiner anderen Lehre bittet. Was sollte uns das darüber sagen, wie grundlegend und wichtig diese Lehre für eine christliche Weltanschauung ist?

Zusätzliche Lektüre: Ausgewählte Zitate von Ellen G. White

“Unaufhörlich ist man bemüht, die Schöpfung aus natürlichen Ursachen zu erklären. Sogar jene, die sich Christen nennen, übernehmen diese menschlichen Beweisführungen im Gegensatz zu den klaren Tatsachen der Heiligen Schrift. Viele sprechen sich gegen eine Erforschung der Weissagungen, besonders des Daniel und der Offenbarung, aus. Sie halten sie für zu dunkel, als daß man sie verstehen könne. Aber gerade diese Leute nehmen Vermutungen der Geologen, die dem mosaischen Bericht widersprechen, bedenkenlos hin. Wenn ihnen nun das, was Gott offenbart hat, so schwer verständlich ist, wie widersinnig ist es dann, über das, was er nicht offenbart hat, bloßen Vermutungen zu glauben. {PP 90.2}

„Was verborgen ist, ist des Herrn, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern Kindern ewiglich.“ 5.Mose 29,28. Wie Gott das Schöpfungswerk vollbrachte, hat er den Menschen nicht offenbart. Menschliche Wissenschaft kann seine Geheimnisse nicht ergründen. Gottes Schöpfermacht ist ebenso unbegreiflich wie sein Dasein. {PP 90.3}

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