Die Augen des Herrn - das biblische Weltbild

Lies für das Studium dieser Woche

Sprüche 15,3; Hiob 12,7–10; Epheser 6,12; Offenbarung 20,5–6; Johannes 1,1–14; Markus 12,29–31

Merktext

Die Augen des HERRN sind an allen Orten, sie schauen auf Böse und Gute. (Spr 15,3)

Der polnische Dichter Czesław Miłosz verfasste ein Gedicht, in dem er zu Beginn über Fantasietiere schrieb: sprechende Kaninchen, sprechende Eichhörnchen und dergleichen. Sie haben „so viel mit echten Tieren gemeinsam“, schrieb er, „wie unsere Vorstellungen von der Welt mit der realen Welt“. Am Ende des Gedichts schrieb er dann: „Bedenke es und zittere.“

Zittern mag ein zu hartes Wort sein, aber es ist wahr, dass in der Tat sehr viel von dem, was Menschen über die Welt denken, völlig falsch sein könnte. Zum Beispiel dachten viele der intelligentesten und bestens gebildeten Menschen der Welt fast 2000 Jahre lang, dass die Erde unbeweglich im Zen­trum des Universums stehe. Heute denken viele der klügsten und bestens gebildeten Menschen, dass sich der Mensch aus einer ursprünglich einfachen Lebensform entwickelt habe.

Als Menschen betrachten wir die Welt nie aus einer neutralen Perspektive. Wir sehen sie immer und ausschließlich durch Filter, die beeinflussen, wie wir die Welt um uns herum interpretieren und verstehen. Dieser Filter wird als Weltbild bezeichnet, und es ist entscheidend, dass wir unseren jungen Menschen – und auch älteren Gemeindemitgliedern – das biblische Weltbild vermitteln.

* Studiere diese Lektion zur Vorbereitung auf Sabbat, den 24. Oktober.

Zusätzliche Lektüre: Ausgewählte Zitate von Ellen G. White

“Das von Gott verheißene Erbe ist nicht in dieser Welt. Abraham besaß „kein Eigentum darin, auch nicht einen Fuß breit“. Apostelgeschichte 7,5. Er hatte zwar großen Besitz, aber er gebrauchte ihn zur Ehre Gottes und zum Nutzen seiner Mitmenschen. Dabei sah er diese Erde nicht als seine Heimat an. Der Herr hatte ihn aus seiner götzendienerischen Umgebung herausgerufen mit der Verheißung, ihm das Land Kanaan zu ewigem Besitz zu geben. Und doch erhielten es weder er noch sein Sohn noch seine Enkel. Als sich Abraham einen Begräbnisplatz für seine verstorbene Frau wünschte, kaufte er ihn von den Kanaanitern. Dieses Felsengrab in der Höhle Machpela blieb sein einziger Besitz im Lande der Verheißung. {PP 146.3}

Das Wort Gottes fand zwar auch in der Besitznahme Kanaans durch das Volk Israel keine endgültige Erfüllung, und doch blieb es gewiß… Die Erfüllung der Verheißung Gottes mag sich lange verzögern, denn „ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag“. 2.Petrus 3,8. Sie mag auf sich warten lassen, aber zur bestimmten Zeit wird sie „gewiß kommen und nicht ausbleiben“. Habakuk 2,3. {PP 146.4}”

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