Das biblische Weltbild

Wie in der Einleitung erwähnt, betrachtet keiner von uns die Welt aus einer neutralen Perspektive. Zum Beispiel schaut ein Atheist auf einen Regenbogen am Himmel und sieht nichts als ein Naturphänomen. Er hat keine Bedeutung über das hinaus, was der Mensch ihm zugedenkt. Im Gegensatz dazu sieht jemand, der ihn von einer biblischen Weltanschauung aus betrachtet, nicht nur das natürliche Phänomen, das Zusammenspiel von Wasser und Licht, sondern auch eine Bekräftigung von Gottes Verheißung, die Welt nicht wieder durch Wasser zu zerstören (1 Mo 9,13–16).

„Wie erstaunlich sind doch die Herabneigung und das Erbarmen Gottes mit seinen irrenden, sündigen Geschöpfen! Als Zeichen seines Bundes mit den Menschen hat Gott den prachtvollen Regenbogen in die Wolken gesetzt! Wenn er ihn sieht, will er sich nach seinen eigenen Worten an seinen Bund erinnern … Die Kinder späterer Generationen würden nach der Bedeutung des herrlichen Bogens fragen, der den Himmel umspannt. Dann sollten ihnen die Eltern die Geschichte von der Sintflut erzählen. So war es Gottes Absicht. Sie sollten ihnen auch berichten, dass der Allerhöchste diesen Bogen gemacht und in die Wolken gesetzt hat als ein festes Versprechen, dass Wassermassen nie wieder die ganze Erde überfluten werden.“ (WAB 88–89)

Für Siebenten-Tags-Adventisten bleibt die Bibel der grundlegende Text für ihren Glauben. Sie lehrt das Weltbild, den „Filter“, durch den wir die Welt, die ein sehr beängstigender und komplizierter Ort sein kann, sehen und verstehen sollen. Die Heilige Schrift erschafft einen Rahmen, der uns hilft, die Realität besser zu verstehen, in der wir uns befinden, von der wir ein Teil sind und die uns oft irritiert und verwirrt.

Welche Wahrheitslehren finden sich in den folgenden Versen, die uns helfen können, die Realität, in der wir existieren, besser zu verstehen? Epheser 6,12; Markus 13,7; Römer 5,8; 8,28; Prediger 9,5; Offenbarung 20,5–6

Als Siebenten-Tags-Adventisten müssen wir uns fest an die Lehren der Bibel halten, denn das ist die den Menschen offenbarte Wahrheit Gottes, die uns vieles über die Welt erklärt, was wir sonst nicht wissen oder verstehen würden. Daher muss alle christliche Bildung im Wort Gottes verwurzelt und gegründet sein, und jede ihr entgegenstehende Lehre muss abgelehnt werden.

Welche sind einige Lehren der Bibel, die den Überzeugungen anderer Menschen entgegenstehen? Was sollte uns dieser Unterschied darüber lehren, wie wichtig es ist, dass wir uns treu an das Wort Gottes halten?

Zusätzliche Lektüre: Ausgewählte Zitate von Ellen G. White

“Vor Jesu Blick erhellt sich die Zukunft; er sieht das große Missionsfeld, in dem seine Jünger einst für ihn zeugen werden; sein prophetisches Auge überblickt die Erfahrungen seiner Boten durch alle Zeiten hindurch bis zu seinem zweiten Kommen. Er zeigt seinen Nachfolgern die Kämpfe, denen sie entgegengehen; er offenbart ihnen den Plan und die Art des Streites, eröffnet ihnen die Gefahren, denen sie nicht entrinnen können, und sagt ihnen von der Selbstverleugnung, die man von ihnen fordern wird. Er gibt ihnen den Rat, alles gut zu bedenken, damit sie der Feind nicht unvorbereitet überfallen kann. Ihre „Ritterschaft“ richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die „Mächtigen und Gewaltigen“, gegen die „Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen“, gegen die bösen Geister unter dem Himmel. (Epheser 6,12). Christi Nachfolger müssen gegen übernatürliche Mächte kämpfen, ihnen ist aber auch übermenschliche Hilfe zugesichert. Alle himmlischen Wesen gehören zu diesem Heer, und einer, der „um so viel größer geworden als die Engel, wie der Name, den er als Erbteil erhalten hat, den ihrigen überragt“. (Hebräer 1,4, Menge). Der Heilige Geist, der Vertreter des Höchsten unter den Heerscharen des Herrn, kommt hernieder, um die Schlacht zu führen… Die Kraft des Allmächtigen ist bei denen, die ihr Vertrauen auf Gott setzen. {LJ 342.3}

“Durch seine Kraft und lügenhaften Wunder entfernt er [Satan] den Grund der Hoffnung der Christen und nimmt das Licht weg, das ihnen auf dem schmalen Pfade zum Himmel leuchten soll. Er macht die Welt glauben, daß die Bibel nicht von Gott eingegeben und nicht besser als ein Geschichtsbuch sei, während er etwas anderes anbietet, was ihren Platz einnehmen soll, nämlich spiritistische Kundgebungen. {EG 257.2}

Das Buch, welches ihn und seine Nachfolger richten wird, stellt er in Schatten, gerade wo er es haben will. Den Heiland der Welt macht er zu einem gewöhnlichen Menschen, und wie die römische Wache, die bei dem Grabe Jesu wachte, den falschen und lügenhaften Bericht verbreitete, den der Hohepriester und die Ältesten ihnen in den Mund legten, so werden es die armen verführten Nachfolger dieser vorgeblichen geistigen Kundgebungen wiederholen und es begreiflich zu machen suchen, daß an unseres Heilandes Geburt, Tod und Auferstehung nichts wunderbares sei. … So wird die Welt in dem Fallstrick gefangen und in ein Gefühl der Sicherheit eingelullt, daß sie die gefährliche Täuschung nicht erkennt, bis die sieben letzten Plagen ausgegossen werden. Satan lacht, wenn er sieht, daß sein Plan so guten Erfolg hat und die ganze Welt in dem Fallstrick gefangen ist. {EG 258.1}”

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