Rehabilitierung

Lies Daniel 6,25–29. Welches Zeugnis gibt der König von Gott?

Ein wichtiger Punkt der Erzählung ist die Tatsache, dass Darius Gott lobt und Gottes Souveränität anerkennt. Dies ist eine Steigerung, sogar ein Höhepunkt des Lobes oder Ausdrucks der Anerkennung, die Gott in den vorherigen Kapiteln entgegengebracht wurden (Dan 2,20–23; 3,28–29; 3,31–4,3.31–34). Wie Nebukadnezar reagiert Darius auf Daniels Errettung, indem er Gott lobt. Aber er tut noch mehr: Er kehrt sein vorheriges Dekret um und befiehlt jedem, „den Gott Daniels [zu] fürchten“ (Dan 6,27).

Ja, Daniel wird durch ein Wunder errettet, seine Treue wird belohnt, das Böse bestraft und Gottes Ehre und Macht werden rehabilitiert. Aber wir ­sehen hier ein kleines Beispiel davon, was auf universeller Ebene geschehen wird: Gottes Volk wird errettet, das Böse bestraft und Gott der Herr wird vor dem Kosmos rehabilitiert.

Lies Daniel 6,25. Was an diesem Vers könnte uns beunruhigen und warum?

Es gibt jedoch ein verstörendes Problem, und das sind die Frauen und Kinder, die, soweit wir wissen, unschuldig sind und doch dasselbe Schicksal wie die Schuldigen erleiden müssen. Wie können wir das, was wie ein Justizirrtum aussieht, erklären?

Erstens sollten wir uns bewusst machen, dass das Vorgehen des Königs persischem Gesetz entspricht, das die Familie in die Bestrafung des Schuldigen miteinbezieht. Nach einem antiken Prinzip trägt die ganze Familie für das Vergehen eines Familienmitglieds Verantwortung. Das bedeutet nicht, dass dies richtig ist; es bedeutet nur, dass diese Geschichte zu dem passt, was wir über das persische Gesetz wissen.

Zweitens müssen wir uns bewusst machen, dass die biblische Erzählung das Ereignis berichtet, nicht aber die Handlungsweise des Königs gutheißt. In der Tat verbietet die Bibel eindeutig, dass Kinder wegen der Sünden ihrer Eltern getötet werden (5 Mo 24,16).

Welchen Trost findest du angesichts solcher und vieler anderer Ungerechtigkeiten in Versen wie 1. Korinther 4,5? Was wird dort gesagt und warum ist das sehr wichtig?

Zusätzliche Lektüre: Ausgewählte Zitate von Ellen G. White

“„Richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, welcher wird ans Licht bringen, auch was im Finstern verborgen ist, und wird das Trachten der Herzen offenbar machen.“ 1.Korinther 4,5. Wir können nicht im Herzen des anderen lesen. Da wir selber Fehler haben, kommt es uns nicht zu, über andere zu Gericht zu sitzen. Der vergängliche Mensch kann nur nach dem Äußeren urteilen. Menschen zu richten, kommt nur dem zu, der die verborgenen Beweggründe jeder Handlung kennt und Rücksicht und Mitleid beim einzelnen walten läßt. {BL 103.1}

„Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du auch bist, der da richtet. Denn worin du den andern richtest, verdammst du dich selbst, weil du ebendasselbe tust, was du richtest.“ Römer 2,1. Wer jemand anderes verdammt oder richtet, wird mitschuldig, begeht er doch die gleiche Sünde. Er verkündigt damit sein eigenes Urteil, und dies Urteil allein kann Gott für gerecht erklären. Er wird diesen Spruch des Menschen gegen sich selbst annehmen. {BL 103.2}”

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