Der Stein

Lies Daniel 2,34–35.44–45. Was sagen uns diese Verse über das letztendliche Schicksal unserer Welt?

Der Fokus des Traums liegt auf dem, was „am Ende der Tage“ (Dan 2,28) geschehen wird. Egal wie mächtig und wohlhabend sie auch waren, die metallenen (und tönernen) Reiche sind nichts als ein Vorspiel zur Errichtung des steinernen Reiches. Während Metalle und Ton zum Teil Produkte menschlicher Herstellung sein können, bleibt der Stein im Traum von menschlichen Händen unberührt. Anders ausgedrückt: Obwohl jedes vorherige Reich schließlich endet, wird das Reich, das durch den Stein symbolisiert wird, ewig andauern. Die Metapher des Felsens steht daher oft für Gott (z. B. 5 Mo 32,4; 1 Sam 2,2; Ps 18,32), und der Stein kann entsprechend für den Messias stehen (Ps 118,22; 1 Ptr 2,4.7). Daher ist nichts passender als das Bild eines Steins, um die Errichtung von Gottes ewigem Reich zu symbolisieren.

Manche argumentieren, dass das steinerne Reich errichtet wurde, als Jesus auf der Erde lebte, und dass die Verkündigung des Evangeliums ein Indiz dafür sei, dass das Reich Gottes die ganze Welt erobert habe. Doch das steinerne Reich wird aufgerichtet, nachdem die vier Hauptreiche gefallen sind und die Geschichte der Menschheit die Zeit der gespaltenen Reiche, die durch die Füße und Zehen des Bildes symbolisiert werden, erreicht hat. Diese Tatsache schließt die Erfüllung während des ersten Jahrhunderts aus, da Jesu Dienst auf der Erde während der Herrschaft Roms, des vierten Reiches, stattfand.

Aber der Stein weicht einem Berg. Das heißt: „Der Stein aber, der das Bild zerschlug, wurde zu einem großen Berg und füllte die ganze Welt.“ (Dan 2,35) Ein derartiger Berg lässt an den Berg Zion denken, den Ort, an dem der Tempel als konkrete Darstellung des irdischen Reiches Gottes in alttestamentlicher Zeit stand. Interessanterweise wird der Stein, der aus dem Berg geschlagen wurde, zum Berg selbst. Dieser Berg, der laut Text bereits besteht, deutet sehr wahrscheinlich auf das himmlische Zion, das himmlische Heiligtum, aus dem Christus kommen wird, um sein ewiges Reich aufzurichten. Und in dem Jerusalem, das vom Himmel herabkommt (Offb 21,1–22,5), wird dieses Reich seine letztendliche Erfüllung finden.

Bisher lag Daniel 2 hinsichtlich aller Reiche richtig. Warum ist es deshalb logisch und klug, dieser Prophezeiung über das Kommen des letzten Reiches, Gottes ewigem Reich, zu vertrauen? Warum ist es irrational, der Prophezeiung nicht zu glauben?

Zusätzliche Lektüre: Ausgewählte Zitate von Ellen G. White

Mose hatte Jahrhunderte vor dem Kommen Christi auf den Fels des Heils für Israel hingewiesen; der Psalmist hatte von dem „Fels meiner Stärke“ gesungen, und bei Jesaja steht geschrieben: „Darum spricht Gott der Herr: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist.“ Jesaja 28,16. {LJ 409.2}

“Da erreichte sie die Einladung Jesu, zu ihm zu kommen und aus dem Lebensbrunnen das Wasser zu trinken, das in das ewige Leben quillt. {LJ 446.4}

Die Priester hatten gerade an diesem Morgen jene Handlung vorgenommen, die an das Schlagen des Felsens in der Wüste erinnerte. Dieser Felsen war ein Sinnbild auf den, durch dessen Erlösungsopfer lebendige Ströme des Heils allen Durstigen zufließen würden. Christi Worte waren das Wasser des Lebens. Im Beisein der großen Menge ließ er sich schlagen, damit das Wasser des Lebens in die Welt fließen konnte. Satan beabsichtigte durch den Angriff auf Jesus, den Fürsten des Lebens zu überwinden; aber da floß aus dem geschlagenen Felsen lebendiges Wasser. Als Jesus zu den Versammelten sprach, erschütterten sie seine Worte so sehr, daß sie wie die Samariterin ausrufen wollten: „Herr, gib mir solches Wasser, auf daß mich nicht dürste!“ Johannes 4,15. {LJ 446.5}”

Daß du aber die Füße und Zehen teils von Ton und teils von Eisen gesehen hast, bedeutet: das wird ein zerteiltes Königreich sein; doch wird etwas von des Eisens Härte darin bleiben, wie du ja gesehen hast Eisen mit Ton vermengt. Und daß die Zehen an seinen Füßen teils von Eisen und teils von Ton sind, bedeutet: zum Teil wird‘s ein starkes und zum Teil ein schwaches Reich sein. … Aber zur Zeit dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Reich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird; und sein Reich wird auf kein anderes Volk kommen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und zerstören; aber es selbst wird ewig bleiben, wie du ja gesehen hast, daß ein Stein ohne Zutun von Menschenhänden vom Berg herunterkam, der Eisen, Kupfer, Ton, Silber und Gold zermalmte. So hat der große Gott dem König kundgetan, was dereinst geschehen wird. Der Traum ist zuverlässig, und die Deutung ist richtig.“ Daniel 2,37-45. Der König war von der Richtigkeit der Deutung überzeugt. In Demut und Ehrfurcht fiel er nieder auf sein Angesicht und betete an und sagte: „Es ist kein Zweifel, euer Gott ist ein Gott über alle Götter und ein Herr über alle Könige, der Geheimnisse offenbaren kann, wie du dies Geheimnis hast offenbaren können.“ Daniel 2,46.47. {PK 348.3}

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