Feste Entschlossenheit

Lies Daniel 1,7–20. Wir sehen hier zwei Faktoren am Werk: Daniels freien Willen und das Eingreifen Gottes. Welches wichtige Prinzip ist hier auch vorhanden?

Es scheint, dass die vier hebräischen Gefangenen ihre babylonischen Namen nicht ablehnen. Sehr wahrscheinlich können sie nichts dagegen tun, außer ihre hebräischen Namen zu verwenden, wenn sie unter sich sind. Aber hinsichtlich der Speisen und des Weins vom Tisch des Königs haben sie sicher die Wahl, sie zu sich zu nehmen oder nicht. Daher ist die Entscheidungsfreiheit der vier Männer hier sehr wichtig.

Wenn ein Beamter ihre Namen ändern kann, kann er auch das Menü ändern. Es gibt zwei wahrscheinliche Gründe, warum die vier nicht vom Tisch des Königs essen möchten.

Erstens können die Speisen vom Tisch des Königs unreines Fleisch enthalten (3 Mo 11). Zweitens wurde die Nahrung zuerst dem Abbild eines Gottes als Speise angeboten und dann dem König zum Verzehr gereicht. Daher ist Daniel sehr mutig, als er, ohne auf einen Vorwand oder eine Ausrede zurückzugreifen, deutlich macht, dass seine Bitte religiös motiviert ist, nämlich dass die Speisen im Palast ihn und seine Freunde verunreinigen werden (Dan 1,8).

Wenn wir das Gespräch zwischen Daniel und dem babylonischen Beamten näher betrachten, werden einige wichtige Punkte deutlich. Erstens scheint Daniel die problematische Lage des Beamten gut zu verstehen, deshalb schlug er eine Probephase vor. Zehn Tage lang die alternativen Speisen zu sich zu nehmen sollte genügen, um die Vorteile dieser Art von Ernährung zu zeigen und somit die Bedenken des Beamten zu zerstreuen. Zweitens entspringt Daniels Gewissheit, dass das Ergebnis innerhalb einer derart kurzen Zeitspanne positiv wäre, absolutem Vertrauen auf Gott. Drittens weist die Wahl einer Ernährung mit Gemüse und Wasser auf die Lebensmittel zurück, die Gott der Menschheit bei der Schöpfung gab (siehe 1 Mo 1,29) – eine Tatsache, die vielleicht auch Daniels Entscheidung beeinflusst. Denn welche Ernährung könnte besser sein als diejenige, die uns Gott ursprünglich gab?

Was ist so wichtig an Daniels Entscheidungsfreiheit, die den Weg dafür frei macht, dass Gott so handelt, wie er es tut (siehe Dan 1,9)? Was können wir daraus über die Bedeutung unserer Entscheidungen lernen? Wie sollte unser Vertrauen auf Gott unsere Entscheidungen beeinflussen?

Zusätzliche Lektüre: Ausgewählte Zitate von Ellen G. White

“Gott beherrscht unsere Sinne nicht ohne unsere Einwilligung; aber jeder Mensch hat die Freiheit zu wählen, welche Macht über ihn herrschen soll. Keiner ist so tief gefallen, keiner so schlecht, daß er nicht Befreiung in Christo finden könnte. {FA 95.1}

Der Besessene konnte an Stelle des Gebets nur die Worte Satans aussprechen; aber die ungesprochene Bitte des Herzens wurde vernommen. Kein Schrei einer in Not befindlichen Seele, obgleich er nicht in Worten ausgedrückt werden kann, wird unbeachtet bleiben. Diejenigen, welche einen Bund mit Gott eingehen wollen, werden nicht der Macht Satans oder der Schwachheit ihrer eigenen Natur überlassen. {FA 95.2}

Wunderbar wird die Verwandlung sein, die in denen vollbracht wird, welche im Glauben dem Heiland die Herzenstür öffnen. {FA 95.4}”

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