Priester und Leviten als Teil des Gottesdienstes

Lies Nehemia 12,44–47. Warum hatte Juda „Freude an den Priestern und Leviten, die im Dienst standen“? Warum waren sie wichtig?

Wofür stand das, was die Priester (die Leviten waren) taten? Siehe Hebräer 9,1–11.

„Der Mittlerdienst Christi im himmlischen Heiligtum ist ein ebenso wesentlicher Teil des Heilsplans wie sein Tod am Kreuz. Mit seinem Tod begann er das Werk, zu dessen Vollendung er nach seiner Auferstehung in den Himmel fuhr. Im Glauben müssen wir ‚in das Innere hinter dem Vorhang‘ eingehen (Hebräer 6,19). ‚Dahinein ist der Vorläufer für uns gegangen.‘ (Hebräer 6,20)“ (VSL 442)

Um es noch einmal zu sagen: Obwohl die Menschen damals sicher nicht die Erkenntnis von uns heute hatten, verstanden sie genug, um zu wissen, dass die Arbeit der Leviten, die als einzige im Tempel dienen konnten, sehr wichtig war. Die Menschen freuten sich, dass das Werk Gottes durch die Leviten getan wurde.

Das Volk hatte Zeit mit Gott verbracht, indem sie sein Wort lasen, beteten, anbeteten und sich ihm erneut weihten. In all dem erkannten sie, dass die Dienste am Tempel vernachlässigt worden waren und wiederhergestellt werden mussten. Nachdem dies nun erfolgt war, freuten sich die Menschen über das wichtige Werk, das die Leviten für sie tun würden. Gott zeigte dem Volk, dass der Tempeldienst Teil seines Plans für Anbetung war.

Leider werden Prediger, Bibellehrer und Musiker oft für selbstverständlich gehalten. Selbst zur Zeit Nehemias war die Unterstützung für die Leviten manchmal stark und manchmal sehr schwach. Die Leviten mussten sich oft anderen Tätigkeiten zuwenden, um ihre Familie zu versorgen, weil die Leute keine Zehnten und Gaben mehr gaben.

Ohne Zehnten und Gaben gibt es keine organisierte weltweite Kirche. Wenn wir möchten, dass unsere Dienste weiterhin durchgeführt werden, müssen wir unsere Pastoren durch finanzielle Beiträge und verbale Anerkennung bewusst unterstützen. Die Kirche mag nie perfekt sein, aber das sollte unser Geben an Gott nicht untergraben, sodass sein Werk auf der ganzen Welt fortgeführt werden kann.

Zusätzliche Lektüre: Ausgewählte Zitate von Ellen G. White

…war das von Mose erbaute Heiligtum nach einem Vorbild aufgerichtet worden. Der Herr hatte ihn angewiesen: „Wie ich dir ein Vorbild der Wohnung und alles ihres Gerätes zeigen werde, so sollt ihr‘s machen.“ …Der Apostel erklärt dazu, daß die erste Hütte „ist ein Gleichnis auf die gegenwärtige Zeit, nach welchem Gaben und Opfer geopfert werden“; daß die heiligen Stätten „der himmlischen Dinge Vorbilder“ waren; daß die Priester, die nach dem Gesetz Gaben darbrachten, „dem Vorbilde und dem Schatten des Himmlischen“ dienten, und daß „Christus ist nicht eingegangen in das Heilige, so mit Händen gemacht ist (welches ist ein Gegenbild des wahrhaftigen), sondern in den Himmel selbst, nun zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes für uns“. Hebräer 9,9.23; Hebräer 8,5; Hebräer 9,24. {GK 415.2}

Das Heiligtum im Himmel, in dem Christus um unsertwillen dient, ist das große Urbild des von Mose erbauten Heiligtums. {GK 415.3}

Die Israeliten schlossen in all ihren Festen die Armen ein, den Fremdling und die Leviten, welche die Diener des Priesters im Heiligtum und religiöse Lehrer und Missionare waren. Diese wurden als Gäste des Volkes betrachtet, welche bei allen Gelegenheiten geselliger und religiöser Freudentage Gastfreundschaft genossen und für welche in Krankheit und in der Not freundlich gesorgt wurde. Ebensolche Personen sollten wir in unseren Familien willkommen heißen. Wieviel könnte ein solches Willkommen zur Aufmunterung und Ermutigung der Krankenpfleger oder des Lehrers, der sorgenbelasteten und hartarbeitenden Mütter oder der Schwachen und Bejahrten, die so oft ohne Heim sind und mit Armut und vielen Entmutigungen zu kämpfen haben, beitragen! {FA 359.1}

Seit seiner Himmelfahrt hat Christus sein Werk auf der Erde durch auserwählte Botschafter vorangetragen. Durch sie redet er zu den Menschenkindern und hilft ihnen in ihren Nöten. Das Haupt der Gemeinde versieht sein Werk mit Hilfe von Menschen, die Gott dazu berufen hat, stellvertretend für ihn zu handeln. {WA 357.3}

Die Stellung derer, die von Gott berufen sind, in Wort und Lehre für den Aufbau seiner Gemeinde zu wirken, ist hochverantwortungsvoll. An Christi Statt sollen sie Männer und Frauen bitten, sich mit Gott versöhnen zu lassen. Diesen Auftrag können sie nur ausführen, wenn sie Kraft von oben empfangen. {WA 358.1}

Wir bedürfen Hirten, die unter der Anleitung des Erzhirten die Verlornen und Verirrten suchen wollen. Das heißt aber körperliche Unbequemlichkeiten aufnehmen und die Gemütlichkeit opfern; das erheischte zärtliche Besorgnis für die Irrenden, göttliches Erbarmen und große Geduld… {DE 162.4}

Der wahre Hirte vergißt sich selbst; er verliert sich selbst aus dem Auge, um die Werke Gottes zu wirken. Durch das Predigen des Wortes und durch persönlichen Dienst in den Wohnungen der Leute lernt er ihre Bedürfnisse, ihren Kummer, ihre Mühseligkeiten kennen, und in seinem Zusammenwirken mit dem großen Lastenträger teilt er ihre Leiden, tröstet sie in ihrer Trübsal, stillt ihren Seelenhunger und gewinnt ihre Herzen für Gott. In dieser Arbeit helfen himmlische Engel dem Diener Gottes, er selbst wird unterwiesen und erleuchtet in der Wahrheit, die zur Seligkeit führt. {DE 163.1}

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