Opfer als Teil des Gottesdienstes

Lies Nehemia 12,43. Was war das Besondere an den „großen Opfern“, die Teil ihrer Anbetungsfeierlichkeiten waren?

Opfer waren zur Zeit des Tempels der wichtigste Aspekt der Anbetung. Es wurden viele verschiedene Opfer gebracht, entweder wegen der Verheißung der Vergebung oder um die Freude über die Gemeinschaft und die Dankbarkeit Gott gegenüber auszudrücken. Opfer bildeten den Kern der Anbetung, da sie die Anbetenden an die Wahrheit Gottes und daran, wer er ist, erinnerten und auf den verheißenen Samen, den Messias, hinwiesen, der sein Leben für sie opfern würde, weil er das Lamm Gottes ist.

Lies Johannes 1,29.36; 1. Korinther 5,7 und Offenbarung 5,6.12–13. Was lehrt uns dies darüber, worauf die Opfer letztendlich hinwiesen? Wenn die damaligen Israeliten sich über ein totes Nutztier freuen konnten – ein Tod, der nur einen kleinen Teil der Wahrheit offenbaren konnte – wie viel mehr Grund als sie haben wir dann, uns zu freuen?

Beachte auch, wie oft „Freude“ und „freuen“ allein in Nehemia 12,43 erwähnt werden. Das heißt, inmitten der Ehrfurcht und vielleicht sogar Gottesfurcht, die die Menschen in ihrem Gottesdienst erlebten (schließlich war das Töten eines Tieres für ihre Sünden eine ernste Angelegenheit), gab es auch Freude. Wenn wir uns Gott nähern, muss dies in Ehrfurcht und Ehrerbietung wie auch mit Freude geschehen. Nach Psalm 95 beinhaltet ein wahrer Akt der Anbetung die Aufforderung, zu singen, vor Freude zu laut zu rufen und Musik zu machen, um Gott zu feiern (Ps 95,1), wie auch, sich vor dem Herrn zu verneigen und zu knien (Ps 95,6). Es ist entscheidend, sich um ein Gleichgewicht zwischen Freude und Ehrerbietung zu bemühen, wenn wir unseren Schöpfer verehren, loben und anbeten.

Was empfinden wir spontan, wenn wir daran denken, dass der Schöpfer aller Dinge (vgl. Joh 1,1–3) am Kreuz hing und für die Sünden seiner Schöpfung starb? Welche Rolle kann und sollte auch Freude in unserem Erleben des Kreuzes spielen?

Zusätzliche Lektüre: Ausgewählte Zitate von Ellen G. White

Von den Scharen, die gekommen waren, das Passahfest zu besuchen, zogen Tausende heraus, den Heiland willkommen zu heißen. Sie grüßten ihn mit ihren wedelnden Palmzweigen und dem plötzlichen Aufsteigen frommer Gesänge. Johannes 12,19. {LJ 564.1}

Nie zuvor hatte Jesus solche Kundgebungen erlaubt. Er sah die Folgen auch jetzt klar voraus; sie würden ihn ans Kreuz bringen. Doch es war seine Absicht, sich öffentlich als Erlöser zu zeigen. Er wollte die Aufmerksamkeit der Menschen auf das Opfer lenken, das seine Aufgabe gegenüber der gefallenen Welt krönen sollte. Während das Volk sich in Jerusalem zusammenfand, um das Passahfest zu feiern, weihte er, das wahre Passahlamm, sich freiwillig als Opfergabe. Es wird für seine Gemeinde zu allen Zeiten nötig sein, über seinen Opfertod für die Sünden der Welt gründlich nachzudenken… Nach einer solchen Demonstration, wie sie Jesu Einzug in Jerusalem begleitete, würden aller Augen den schnellen Ablauf der Schlußereignisse verfolgen. {LJ 564.2}

Die göttlichen Verordnungen, die auf das Leiden und Sterben unseres Herrn hinweisen, werden zu sehr als bloße Zeremonie angesehen. Sie wurden ja um einer bestimmten Absicht willen gegeben; denn unsere Sinne müssen geschärft werden, um das Geheimnis der Gottseligkeit zu erfassen. Es ist das Vorrecht des gläubigen Christen, die versöhnenden Leiden Christi immer besser zu verstehen. „Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muß des Menschen Sohn erhöht werden, auf daß alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.“ Johannes 3,14.15. Wir müssen unseren Blick auf das Kreuz von Golgatha richten, das den sterbenden Erlöser trug. Unser ewiges Heil verlangt, daß wir unseren Glauben an Christus bekennen. {LJ 658.2}

Schauen wir auf den gekreuzigten Erlöser, dann begreifen wir erst völlig die Größe und Bedeutung des von der Majestät des Himmels dargebrachten Opfers. Der Heilsplan wird vor uns verherrlicht, und der Gedanke an Golgatha erweckt lebendige und geheiligte Empfindungen in unserer Seele. Der Lobpreis Gottes und des Lammes wohnt in unserem Herzen und erschallt von unseren Lippen; Stolz und Selbstvergötterung gedeihen nicht mehr in einer Seele, der das Geschehen auf Golgatha in lebendiger Erinnerung ist. {LJ 659.3}

„Kommt, laßt uns anbeten und knien und niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht hat.“ Psalm 95,6. {FG2 322.1}

Das „Sich-Beugen“ im Gebet vor Gott ist die angemessene Haltung. Diese Art der Anbetung verlangte man damals von den drei jungen Gefangenen in Babylon … Doch die Hebräer weigerten sich, irgendeinem Götzenbild kniefällige Verehrung zu zollen, weil solche Huldigung allein dem einen Gott zukam. Das Niederfallen vor dem Standbild wäre einer Anbetung des babylonischen Königs gleichgekommen. {FG2 322.3}

In öffentlicher oder persönlicher Anbetung ist es unsere Pflicht, daß wir unsere Abhängigkeit von Gott auch dadurch zum Ausdruck bringen, daß wir unsere Knie vor ihm beugen … {FG2 322.4}

30/11/2019

Den Herrn anbeten

01/12/2019

Gesang zu Ehren des HERRN

02/12/2019

Reinigung

03/12/2019

Zwei große Dankchöre

04/12/2019

Opfer als Teil des Gottesdienstes

05/12/2019

Priester und Leviten als Teil des Gottesdienstes

06/12/2019

Weiterführendes Studium