Gesang zu Ehren des HERRN

Lies Nehemia 12,27–29. Beachte die Schlüsselwörter, die zeigen, wie ihre Anbetung und ihr Lob aussahen. Wie würdest du sie beschreiben?

Das Volk Israel hatte eine bestimmte Gruppe Leviten als Sänger und Musiker für den Tempeldienst beauftragt. Das Ganze stand unter Gottes Aufsicht und er gab Anweisungen für den Gottesdienst, da die Anbetung im Tempel schön und professionell durchgeführt werden sollte.

König David hatte diese Praxis in ein aufwendigeres und prächtigeres System als bisher ausgebaut. Deshalb waren die Nachkommen Asafs, den David als Leiter der Anbetung im Tempel ernannt hatte, noch immer „als Sänger im Haus Gottes“ (Neh 11,22 NLB) bezeichnet.

Sieh dir 1. Chronik 25,6–8 an. Was lehrt uns dies darüber, wie zentral und wichtig Musik für ihre Anbetung und ihr Singen beim „Gesang zu Ehren des HERRN“ (EÜ) war?

Die Sänger waren Leviten und deshalb offiziell dem Tempel zugeteilt. Für die Musik beim Tempeldienst zu sorgen war daher ihre bezahlte Arbeit. Während der Zeit von König David war eine vollwertige Musikakademie aufgebaut worden, der er vorstand. Es gab dort Lehrer und Schüler, junge und alte, die in Schichten im Tempel arbeiteten und Musik machten. Einige waren Instrumentalisten, andere Sänger und wieder andere kümmerten sich um die Instrumente und Kleidungsstücke, die für den Dienst gebraucht wurden. Welchen Zweck hatte eine derart professionelle Organisation? Sie diente dazu, Talent und die Vorstellung von Qualität im Gottesdienst zu entwickeln. Exzellenz muss bei der Anbetung immer Ziel sein. Lob muss aus dem Herzen kommen und in der bestmöglichen Weise ausgedrückt werden, damit die Menschen geistlich erhoben werden. Man kann davon ausgehen, dass diese Musiker und Sänger, die im Tempel dienten, sorgfältig ausgesucht waren, um den Gottesdienst zu leiten.

Wie hast du die Freude an der Anbetung durch Musik erlebt? Inwiefern ist dir dies wichtig?

Zusätzliche Lektüre: Ausgewählte Zitate von Ellen G. White

Als das Volk durch die Wüste zog, wurden ihm viele wertvolle Lehren durch Gesang ins Herz geprägt. Bei seiner Errettung vor dem Heere Pharaos hatte die ganze Menge Israels mit in den Triumphgesang eingestimmt. Weit über Wüste und Meer war der frohe Kehrreim erschollen, und die Berge hatten von den Klängen des Lobgesangs widergehallt: „Laßt uns dem Herrn singen, denn er hat eine herrliche Tat getan.“ 2.Mose 15,21. Oft wurde dieses Lied auf der Wanderung wiederholt. Es stimmte die Herzen der Pilger froh und entfachte ihren Glauben. Die Gebote, wie sie vom Sinai herab gegeben worden waren, nebst den Verheißungen der göttlichen Gunst und Berichten über Gottes wunderbare Befreiungstaten wurden unter göttlicher Anleitung in Lieder gefaßt. Man trug sie zu den Klängen instrumentaler Musik vor; dabei hielt das Volk Schritt, wenn sich seine Stimmen im Lobgesang vereinigten. {Ez54 34.2}

Mit Gesang, Musik und großem Gepränge trugen „die Priester die Lade des Bundes des Herrn an ihre Stätte, in den Chorraum [„Sprachort“] des Hauses, in das Allerheiligste“. 2.Chronik 5,7. Als sie aus dem wieder herauskamen, nahmen sie die ihnen zugewiesenen Plätze ein. Die Sänger, in weiße Leinwand gekleidete Leviten, standen, Zimbeln, Psalter und Harfen in den Händen, östlich vom Altar, „und bei ihnen hundertundzwanzig Priester, die mit Trompeten bliesen“. 2.Chronik 5,12. {PK 24.3}

„Und es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem Herrn. Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man den Herrn lobte: ‚Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig‘ —, da wurde das Haus des Herrn erfüllt mit einer Wolke, so daß die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus Gottes.“ 2.Chronik 5,13.14. {PK 24.4}

Mit geistlichen Liedern und Dankgebeten feierten die Juden dieses Fest… während der Klang der verschiedensten Musikinstrumente, vermischt mit Hosianna-Rufen, den frohlockenden Jubel begleitete. Der Tempel war der Mittelpunkt dieser allgemeinen Freude. Hier entfaltete sich aller Glanz der Opferzeremonien. Auf den Marmortreppen des Tempels stehend, führte der Levitenchor den Gesang an; die anbetende Menge bewegte im gleichen Takt Palmen- und Myrtenzweige hin und her und wiederholte mit lauter Stimme den Kehrreim des Liedes. Immer mehr Andächtige nahmen diesen Gesang auf, und immer weiter drang der Schall dieser Klänge, bis er Stadt und Umgebung mit dem Lobe Gottes füllte. {LJ 441.2}

Auch in den himmlischen Vorhöfen gehört Musik zum Gottesdienst. Darum sollten wir uns bemühen, in unsern Dankliedern dem Wohlklang der himmlischen Chöre so nahe wie möglich zu kommen. Sehr wichtig ist gründliche Stimmausbildung; sie sollte nicht vernachlässigt werden. Das Singen gehört zum Gottesdienst und ist ebenso Ausdruck der Anbetung wie das Gebet selbst. Ein mit dem Herzen empfundenes Lied wird auch ausdrucksvoll sein. {PP 577.3}

30/11/2019

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