Brotbrechen und Gebet

Egal vor welchen Herausforderungen die erste Gemeinde stand – ihre Mitglieder waren vereint in ihrem gemeinsamen Glauben an Jesus und in der Wahrheit, die er ihnen zur Verbreitung in der Welt anvertraut hatte. Petrus nannte dies sogar „Wahrheit, die nun gegenwärtig ist“ (2 Ptr 1,12). Und so drückten sie, vereint in der Wahrheit, ihre Einheit auf vielfältige Weise aus.

„Sie blieben aber beständig … im Brotbrechen und im Gebet.“ (Apg 2,42) Dieser Hinweis auf das Brotbrechen deutet vermutlich auf ein Gemeinschaftsmahl oder eine reguläre Mahlzeit, die die Gläubigen gemeinsam einnahmen. In Laufe des Gemeinschaftsmahls sprach jemand vielleicht einen besonderen Segen aus über dem Brot und dem Getränk als Erinnerung an Jesu Tod und Auferstehung und in Erwartung seiner baldigen Wiederkunft. Die ers-ten Christen nahmen sich also Zeit, um die Bedeutung von Jesu Leben und Dienst zu überdenken, und sprachen beim gemeinsamen Essen gerne darüber. Die Mahlzeiten, die sie zusammen einnahmen, wurden zu Momenten der Anbetung. „Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.“ (Apg 2,46–47) Zweifellos half diese gemeinsame Zeit, das Empfin-den der Einheit zu stärken, die sie in Jesus hatten.

Welche Beispiele von ersten Christen, die zusammen beteten, finden wir in der Apostelgeschichte? Wofür beteten sie?

Apostelgeschichte 1,14

Apostelgeschichte 4,23–31

Apostelgeschichte 12,12

Die frühe Kirche schätzte die Gelegenheiten der direkten Kommunikation mit Gott und versäumte es nie, Gott ihre Bitten vorzubringen, wenn sie sich zur Anbetung versammelte. Paulus erwähnt in seinem ersten Brief an Timotheus, wie wichtig Gebet ist, wenn Christen zusammen sind (1 Tim 2,1). Auch den Ephesern gegenüber betonte er die Notwendigkeit des Gebets: „Betet allezeit mit allem Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Be-harrlichkeit und Flehen für alle Heiligen und für mich.“ (Eph 6,18–19)

Auf welche Weise können wir eine tiefere Einheit durch die Macht des Fürbittegebets für gemeinsame Anliegen erleben? Inwiefern hilft diese Art Gebet, uns als Gemeinde zu verbinden?

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